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Team der MKG Heugel in Moers

Die offene Parodontitis-Behandlung

Für Patienten, die an einer schmerzhaften Parodontitis (im Volksmund fälschlicherweise als Parodontose bekannt) leiden, ist häufig eine Parodontitisbehandlung der beste Weg zur Besserung. Bei dieser Behandlung werden die Zahnfleischtaschen gereinigt und die Wurzeln geglättet.

Die offene Parodontitisbehandlung wird auch als Lappen-OP oder – medizinisch inkorrekt – als offene Parodontosebehandlung bezeichnet. Auch den Begriff Kürettage hört man öfters. Hierbei handelt es sich um das Auskratzen der Zahnfleischtasche, also um einen einzelnen Schritt der Parodontitisbehandlung.

Offene Parodontosebehandlung: Wann ist sie nötig?

Eine offene Parodontitisbehandlung kann notwendig sein, wenn eine geschlossene Parodontitisbehandlung nicht den erwarteten Erfolg erzielt hat. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn das entzündete Zahnfleisch nicht wie gewünscht abgeheilt ist. Auch besonders tiefe Zahnfleischtaschen (ca. ab 5-6 mm) sind ein Indiz dafür, dass eine geschlossene Behandlung möglicherweise nicht ausreicht.

Von der offenen Behandlung mit Kürettage ist bei starken Rauchern gegebenenfalls abzuraten. Nicht nur ist das Rauchen einer der größten Risikofaktoren für Parodontitis, auch behindert es die Wundheilung nach einer Behandlung. Dasselbe gilt im Allgemeinen für eine mangelnde Mundhygiene. Auch hier erhöht sich das Parodontitis-Risiko und die Wundheilung wird beeinträchtigt.

Offene und geschlossene Parodontitis-Behandlung : Wo liegt der Unterschied?

Bei der Lappen-OP handelt es sich um eine Wurzelglättung, auch SRP (nach dem englischen Begriff “Scaling and Root Planning”) genannt. Wie Sie im nächsten Abschnitt lesen werden, wird bei der offenen Parodontosebehandlung das Zahnfleisch aufgeklappt. Das ist der größte Unterschied zur geschlossenen Variante. Sollte die Parodontitis sogar bis zum Knochen vorgedrungen sein, kann bei der offenen Behandlung neben den Zahnwurzeln auch der Knochen geglättet werden. Die geschlossene Behandlung zielt primär auf die Bakterien unterhalb des Zahnfleischrandes ab.

Wenn eine Parodontitis-Behandlung notwendig ist, wird die geschlossene Behandlung in der Regel von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Es ist dabei jedoch obligatorisch, dass der Patient zudem zu verbesserter Zahnpflege angeleitet wurde. Außerdem darf kein Zahnstein vorhanden sein – dieser muss also gegebenenfalls vorher entfernt werden. Die Kosten für eine offene Parodontitisbehandlung werden unter Umständen ebenfalls übernommen. Voraussetzung hierfür ist, dass es sich um eine schwere Parodontitis handelt, bei der weder die geschlossene Behandlung noch eine verbesserte Zahnpflege Abhilfe schaffen konnten.

Wie funktioniert eine Lappen-OP?

Die Behandlung wird unter lokaler Betäubung durchgeführt.

  • Am Anfang wird das Zahnfleisch geöffnet. Dafür platziert der behandelnde Arzt einen Schnitt an der Zahnwurzel und löst das Zahnfleisch (Gingiva) von dem Alveolarknochen und den Zähnen. Nun hat der Chirurg ein optimale Sicht auf die Wurzeloberfläche. Dieser Schritt wird auch “Aufklappen” genannt: Hierdurch entstehen Zahnfleischlappen. Diese geben der Lappen-OP überhaupt erst ihren umgangssprachlichen Namen.
  • Der Chirurg kann nun die Wurzeloberfläche gründlich reinigen und im Anschluss glätten. Dafür benutzt er entweder Handinstrumente (sogenannte Küretten) oder Ultraschall zum Auskratzen bzw. Ausschaben der Zahnfleischtasche. Dieser Schritt wird als Kürettage bezeichnet. Ist er erfolgt, beginnen schon die “Aufräumarbeiten”.
  • Die bearbeitete Stelle wird sorgfältig gespült.
  • Der Chirurg setzt das Zahnfleisch an die ursprüngliche Position zurück und näht die Stelle. So wird kein gesundes Zahnfleisch unnötig entfernt.

Was gibt es nach der Parodontosebehandlung zu beachten?

Sollte der Arzt während der Behandlung erkennen, dass eine starke Entzündung vorliegt, kann er zusätzlich Antibiotika verschreiben. Folgendes müssen Sie über die Nachsorge bei der Lappen-OP wissen:

  • Nach der Operation treten in der Regel Schmerzen auf, die man mit relativ gering dosierten Schmerzmittel allerdings in den Griff bekommen sollte. Abgeraten wird jedoch von Acetylsalicylsäure-haltigen Schmerzmitteln wie Aspirin. Diese hemmen die Blutgerinnung und sind daher generell nach Operationen nicht zu empfehlen.
  • Die Nähte am Zahnfleisch werden im Normalfall nach etwa einer Woche entfernt.
  • Mundspülung hilft, Bakterien im Mund zu bekämpfen.
  • In der ersten Woche nach der OP sollte auf Zahnseide verzichtet werden.
  • Auch von anderen Mitteln zur Pflege der Zahnzwischenräume ist in diesem Zeitraum abzuraten. Die Zahnzwischenraumpflege ist während dieser Zeit schmerzhaft und beeinflusst die Wundheilung negativ.
  • Der Patient sollte regelmäßig zum Arzt gehen für eine professionelle Nachsorge. Jeder Mensch hat ein unterschiedlich hohes Risiko für Parodontitis: Wie oft der Patient zur Nachsorge muss, hängt von dem Risikopotenzial ab.
  • Generell, aber ganz besonders bei Parodontitis-Patienten, gilt: Eine positive Mundhygiene ist das A und O! Auch sollte auf das Rauchen verzichtet werden.

Die offene parodontalchirurgische Glättung der Wurzeln kann notwendig sein, um ein schwerwiegendes Parodontitis-Problem in den Griff zu bekommen. Vereinbaren Sie einen Termin bei MKG Heugel – Ihrem zertifizierten Parodontologen in Moers. Hier werden sie professionell beraten und behandelt.

Mund- Kiefer- Gesichtschirurgie
Dr. Dr. Philipp C. Heugel

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